Wer sich zuletzt einen Gaming-PC zusammengestellt hat, dem kam der Endpreis wahrscheinlich höher vor als gewohnt — und das täuscht nicht. Analysehaus IDC rechnet für 2026 mit einem Anstieg der durchschnittlichen PC-Preise um bis zu 8 Prozent, und der Hauptgrund ist der Arbeitsspeicher.
KI-Rechenzentren fressen den Nachschub
Chiphersteller stecken immer mehr Kapazität in den Hochleistungsspeicher, den KI-Server brauchen, wodurch weniger Kapazität für gewöhnlichen DRAM und NAND-Flash bleibt, der in normalen PCs, Grafikkarten und Konsolen steckt. Da die Nachfrage aus dem KI-Bereich nicht nachlässt, rechnen mehrere Hersteller frühestens Ende 2027 mit spürbarer Entspannung.
Was das beim Kauf bedeutet
Manche Fertig-PCs werden inzwischen sogar ganz ohne eingebauten Arbeitsspeicher verkauft — den müssen sich Käufer selbst besorgen, zum Preis, der gerade aktuell ist. Auch bei Grafikkarten macht sich die Knappheit bemerkbar: Sie ist einer der Gründe, warum Nvidia in diesem Jahr keine neue Consumer-GPU bringen soll — zum ersten Mal seit drei Jahrzehnten. Kurzfristig heißt das: weniger Schnäppchen. Wer ein Upgrade plant, sollte gerade jetzt mehr Budget für den Arbeitsspeicher einplanen und Preise bei mehreren Händlern vergleichen.