Apple hat am 25. August die neue Generation des Mac mini vorgestellt, wahlweise mit zwei Chips: dem M6, der in diesem Gerät sein Debüt gibt, und dem M5 Pro von Anfang des Jahres. Von außen ändert sich nichts. Innen ändert sich einiges — und der Einstiegspreis ebenfalls: Das Basismodell kostet in den USA künftig 899 Dollar.
M6: doppelte Neural Engine und Fertigung in 2 Nanometern
Der M6 bringt eine CPU mit 12 Kernen und eine GPU mit 12 Kernen mit, gegenüber 10 und 10 beim M5. Schwerer wiegt für KI-Lasten aber etwas anderes: Es ist Apples erster Chip mit doppelter Neural Engine, zwei Einheiten mit je 16 Kernen statt bisher einer. Die Speicherbandbreite steigt auf 170 GB/s, von 153 GB/s beim M5.
Es ist zudem Apples erster in 2 Nanometern gefertigter Chip, und das Unternehmen gibt an, den schnellsten CPU-Kern am Markt zu haben. Gegenüber dem bisherigen Mac mini mit M4 mit 10 Kernen, 32 GB gemeinsamem Speicher und 2 TB Speicherplatz nennt Apple bis zu 40 % mehr CPU-Leistung, bis zu viermal mehr bei KI-Aufgaben, bis zur doppelten Grafikleistung und bis zur doppelten Geschwindigkeit beim Speicher.
Der Konzern beschreibt das Gerät als führenden Schreibtischrechner für dauerhaft laufendes, agentisches Arbeiten direkt am Platz. Zum ersten Mal ordnet Apple den Mac mini so ein.
Die Variante mit M5 Pro
Wer mehr Leistung braucht, hat zwei M5-Pro-Konfigurationen zur Wahl: eine mit 15 CPU- und 16 GPU-Kernen, eine weitere mit 18 CPU- und 20 GPU-Kernen. Beide behalten eine einzelne Neural Engine mit 16 Kernen, sodass ausgerechnet beim KI-Teil der M6 vorne liegt, obwohl er das Einstiegsmodell ist.
In beiden Reihen bringt der Mac mini erstmals Neural Accelerators in jedem GPU-Kern mit.
Speicher und Massenspeicher ziehen die andere Grenze zwischen beiden. Die M6-Konfigurationen reichen bis 2 TB SSD und 32 GB RAM, die M5-Pro-Varianten bis 8 TB und 64 GB.
Anschlüsse: was sich außen doch geändert hat
Das Gehäuse bleibt gleich und weiterhin nur in Silber, die Anschlüsse sind jedoch auf dem neuesten Stand. Die neuen Modelle wechseln auf Wi-Fi 7 und Bluetooth 6, gegenüber Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 der Generation von 2024.
- Zwei USB-C-Anschlüsse vorn und eine Kopfhörerbuchse an der Front, unverändert.
- Drei Thunderbolt-Anschlüsse hinten, HDMI und Ethernet. M6-Modelle mit Thunderbolt 4, M5-Pro-Modelle mit Thunderbolt 5.
- Ethernet standardmäßig mit 2,5 Gigabit statt bisher einem Gigabit. Die Option mit 10 Gigabit bleibt erhältlich.
- Native Unterstützung für bis zu drei externe Bildschirme, wie zuvor.
Der Preis ist der unangenehme Teil
Der bisherige Mac mini begann bei 599 Dollar mit 256 GB Speicherplatz und 16 GB Arbeitsspeicher. Diese Konfiguration stieg im Juni auf 799, im Rahmen einer allgemeinen Preisanpassung bei Mac und iPad. Das Gegenstück mit M6 startet nun bei 899 Dollar, die Fassung mit M5 Pro bei 1.699.
Das sind 300 Dollar mehr als vor knapp zwei Jahren für das Einstiegsmodell, und dieser Sprung hat einen Großteil der Reaktionen auf die Ankündigung bestimmt — mehr als die technischen Verbesserungen. Bei der Basiskonfiguration bleibt Apple bei 256 GB Speicherplatz.
Termine
Die Vorbestellung läuft seit dem Tag der Ankündigung, Auslieferung und Verkaufsstart sind für Dienstag, den 22. September vorgesehen. Am selben Tag stellte Apple einen überarbeiteten Mac Studio mit den Chips M5 Max und M5 Ultra vor.