Ein geleakter Screenshot aus CPU-Z gibt erstmals einen echten Einblick in Intels nächstes Desktop-Flaggschiff – und das ausgerechnet in dem Moment, in dem AMD mit kräftigen Preissenkungen bei der Ryzen-X3D-Reihe seine Gaming-Krone verteidigt.

Nova Lake-S kehrt zur vierstelligen Namensgebung zurück

Die geleakte Probe verweist auf einen Intel Core Ultra 9 4950K (auf dem Engineering-Sample selbst als 4590K bezeichnet) und bestätigt damit, dass Intel für diese Generation zur vierstelligen Namensgebung zurückkehrt. Der Chip kombiniert ein hybrides Layout mit 28 Kernen und 28 Threads – 8 P-Cores („Coyote Cove“), 16 E-Cores („Arctic Wolf“) und 4 Low-Power-E-Cores – auf dem neuen Sockel LGA 1954, und bringt die native Unterstützung für AVX-512 und APX zurück.

Beim Benchmark erreichte die frühe Probe rund 1.000 Punkte im CPU-Z-Single-Core-Test und über 20.000 Punkte im Multi-Core-Test, getestet auf einem Mainboard mit dem noch nicht veröffentlichten Chipsatz Z990 von Intel. Um den Vorsprung von AMDs 3D-V-Cache im Gaming-Bereich auszugleichen, soll Nova Lake außerdem bLLC (Big Last-Level Cache) einführen, mit Konfigurationen von bis zu 288 MB Gesamt-Cache.

AMD reagiert mit Rabatten auf die Ryzen-X3D-Reihe

Während Nova Lake noch Monate von seiner Markteinführung entfernt ist, haben Händler wie Newegg bereits begonnen, Lagerbestände mit deutlichen Preissenkungen bei AMDs X3D-Chips abzubauen: Der Ryzen 9 9950X3D fällt von 699 $ auf 569 $ inklusive einer kostenlosen 240-mm-AIO-Wasserkühlung, der Ryzen 7 9800X3D sinkt auf 429 $ (ebenfalls mit kostenloser 240-mm-AIO), und die Modelle Ryzen 7 7800X3D und 7700X3D kosten jetzt 339 $ beziehungsweise 279 $ – beim 7800X3D-Angebot gibt es zusätzlich ein kostenloses Corsair-CX750-Netzteil dazu.